Eingestellt am9. Mai 2018 Von inAllgemein, politische_themen, Slider mit 283 Views

Solidarität 4.0 – Veranstaltung zur ideengeschichtlichen Entwicklung

Im Rahmen des Projektes „Solidarität 4.0 – Solidarität im digitalen Zeitalter“ führt das Willi-Eichler-Bildungswerk eine 4-reihige Veranstaltungsreihe durch, die beleuchten soll, welche komplexen Strukturen eine solidarische Gesellschaft und Politik beeinflussen. Der Auftakt dieser Reihe findet am 21. Juni 2018 statt und widmet sich dem Thema von einer philosophischen Seite. Wir freuen uns, dass Dr. Stephan Zimmermann vom Internationalen Zentrum für Philosophie NRW als Referent dabei sein wird.

Im klassischen Diskurs der politischen Philosophie spielen der Begriff der Solidarität sowie das dadurch bezeichnete Phänomen keine oder keine zentrale Rolle. Die Schule des Liberalismus, welche mit dem Beginn der Neuzeit anhebt und auf der Idee der Menschenrechte aufbaut, verzichtet darauf gänzlich. Die ältere, auf Aristoteles zurückgehende und bis zum Ende des Mittelalters hin vorherrschende Reflexionsform buchstabiert demgegenüber die Vorstellung eines guten, gelungenen Lebens aus, und dazu gehört unter anderem, mit einem Sinn für das gemeinsame Wohl öffentliche Angelegenheiten zu regeln. Im Gefolge der tiefgreifenden strukturellen Umwälzungen, welche die industrielle Revolution ausgelöst hat, und der damit einhergehenden drastischen Missstände rückt Solidarität zum Kampfbegriff der sich organisierenden Arbeiterbewegung auf. Der Vortrag zeichnet diese ideengeschichtliche Entwicklung nach.