Eingestellt am10. Mai 2019 Von inAllgemein, politische_themen, Slider mit 79 Views

Podiumsdiskussion am 28. Mai in Köln

 ZUM ENDE DER AUSSENPOLITISCHEN GEWISSHEITEN: BRAUCHEN WIR EINE NEUE FRIEDENSBEWEGUNG?

„In der Außenpolitik ist man als Realist ohne Phantasie ein Tropf. Wer aber in der Außenpolitik nicht auch Realist ist, der ist ein Träumer. Es gibt keinen Tag, der nicht neue Realitäten schafft, und ein verknöcherter, bis zur Erstarrung reaktionärer Tor wäre, wer glaubt, alle heutigen Realitäten bis ins Unendliche einfrieren zu können.“ – Willy Brandt

Podiumsdiskussion am 28. Mai 2019, 20:00 Uhr,

Bürgerzentrum Ehrenfeld, Venloer Straße 429, 50825 Köln

 

Begrüßung

Stefan Stader

Pädagogischer Mitarbeiter / Büro Berlin der Willi-Eichler-Akademie e. V.

 

Podiumsdiskussion

Dr. Rolf Mützenich

Mitglied des Deutschen Bundestags

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion

Dr. Jana Puglierin

DGAP, Programmleiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen

Andreas Zumach

Freier Journalist, Buchautor sowie Mitglied des Netzwerks Friedenskooperative

 

Moderation

Martin Schilling

Vorsitzender Willi-Eichler-Akademie e. V.

 

Die Welt ist im Umbruch und Deutschland mittendrin. Die Krise des Multilateralismus, die Krise der Demokratie, die Krise des Westens sind nur einige Schlagwörter. Die großen Herausforderungen der heutigen Zeit sind grenzenlos. Für die Globalisierung, die Digitalisierung, den Klimawandel und die Migration kann es keine nationalen Lösungen geben. Eine europäische Geschlossenheit scheint angesichts der weltpolitischen Herausforderungen wichtiger denn je zu sein.

Europa kann sich nicht mehr auf die amerikanische Schutzgarantie verlassen. Nun kehrt die atomare Bedrohung nach Europa zurück. Der INF-Vertrag, der von den USA und Russland gekündigt wurde, war eine der großen sicherheitspolitischen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte. Die regelbasierte internationale Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung von Atomwaffen stehen auf dem Spiel.

Die EU steht im Spannungsfeld dieser globalen Veränderungen und muss sich den neuen Realitäten stellen. Viele Grundgewissheiten in Berlin, Brüssel und anderswo sind erschüttert. 30 Jahre nach Ende der Ost-West-Konfrontation kehrt die Bedrohung zurück und viele glauben, Frieden setze Abschreckung und Massenvernichtungswaffen voraus.

Obwohl es scheint, dass der Friede brüchiger wird, erleben wir keine Gesellschaft, die diese Bedrohung und die Risiken wahrnimmt und öffentlich und laut artikuliert. Im Gegenteil, wir begegnen einer bemerkenswerten Sorglosigkeit. Die Bereitschaft in der Bevölkerung, sich heute an der Debatte zu beteiligen, scheint sehr gering zu sein, ganz anders als bei den großen Friedensdemonstrationen in den 1980er Jahren. Die Bedrohung durch den Klimawandel ist gerade jungen Menschen wichtiger, wie die Freitagsdemonstrationen zeigen, als die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen.

Angesichts der vielen globalen Herausforderungen können wir Europäer nur eine Bedeutung in der Welt haben, wenn wir die europäische Integration gemeinsam voranbringen. Helmut Schmidt sagte einmal, dass in keiner Bibel geschrieben steht, „dass die Europäische Union in der heutigen Gestalt das Ende des 21. Jahrhundert erlebt.“ Sind wir uns über den Ernst der Lage bewusst? Dabei könnte die EU eine gestaltende Rolle im Weltmaßstab übernehmen, wenn sie diese Rolle auch ergreifen würde.

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Veranstaltungsort:

Bürgerzentrum Ehrenfeld

Venloer Straße 429

50825 Köln

 

Organisation:

Willi-Eichler-Akademie e.V.

Rubensstraße 7-13

50676 Köln

www.web-koeln.de

Anmeldung bis zum 24. Mai unter: kontakt@web-koeln.de

Eine separate Anmeldebestätigung erfolgt nicht.

Bei Fragen zur barrierefreien Durchführung der Veranstaltung wenden Sie sich bitte an uns.