Verschwörungserzählungen bieten gerade in Krisenzeiten einfache Erklärungen an, stiften vermeintlichen Sinn und haben identitätsstiftende Funktionen. Sie sind in ihrer Struktur immer mit antisemitischen und menschenverachtenden Welterklärungsmodellen verknüpft. Im Kontext der Corona-Pandemie werden sie von rechtspopulistischen und rechtsextremen Akteur:innen genutzt, um ihre Anhänger:innenschaft zu mobilisieren. Der digitale Raum ist für junge Menschen eine der wichtigsten Informationsquellen. Er spielt bei der Verbreitung von Verschwörungserzählungen eine besondere Rolle. Funktionen wie Algorithmen tragen zur Verbreitung bei. Zudem sind Verschwörungserzählungen und menschenverachtende Homepages, Kanäle oder Posts oft nicht einfach erkennbar.

In dem Workshop wird Grundwissen über die Charakteristika, Funktionsweisen und Gefahren von Verschwörungsideologien vermittelt. Die Schüler:innen beschäftigen sich mit der Frage, wie sie Desinformationen erkennen können. Sie reflektieren, wie Soziale Medien und Messenger-Dienste zur Verbreitung von Verschwörungserzählungen beitragen. Zudem wird gemeinsam geübt, verschwörungsideologische und antidemokratische Inhalte zu erkennen. Wir entwickeln Handlungsideen, um uns im digitalen Raum gegen die Verbreitung dieser einzusetzen. Der Workshop ist interaktiv und partizipativ gestaltet und greift das Wissen, die Erfahrungen und Fragen der Schüler:innen auf.

Die Workshops werden in Kooperation mit dem AdB durchgeführt und durch das BMFSFJ gefördert.

 

Was bedeutet Demokratie eigentlich für uns und wie demokratisch handeln wir in unserem Alltag und im Kontext der Schule? Welche Freiheiten beanspruchen wir für uns selbst und welche gestehen wir anderen zu? Was bedeutet Demokratie heute und wie wichtig ist es diese zu erhalten? Wie wird Demokratie in anderen Ländern in Schule und Alltag gelebt? Um zu diesen Fragen mit Schüler:innen ins Gespräch zu kommen und sie für die Demokratie als Lebensform zu begeistern, bieten wir unterschiedliche Formate an. Diese können einzeln durchgeführt oder beliebig kombiniert werden:

In einem Demokratie-Training beschäftigen wir uns mit Themen wie dem Umgang mit Mehrheiten und Minderheiten, Gleichheit und Gerechtigkeit in Gesellschaft oder demokratische Prinzipien und Werte. Zudem steht die Handlungsebene mit Fragen nach demokratischer Entscheidungsfindung, Konfliktregelung oder Konsenssuche im Fokus. In verschiedenen Übungen werden demokratische Werte erlebbar gemacht und eine Verbindung zum Schulalltag hergestellt. Dabei bildet die Schulklasse in all ihrer Diversität und mit den unterschiedlichen Erfahrungshintergründen, die jede:r mitbringt, die Bezugsgruppe für die jeweiligen Übungen.

Wir vermitteln und moderieren (Zeit-)Zeug:innengespräche zwischen Schulklassen und Menschen, die sich aktiv in Demokratiebewegungen engagiert haben. Das persönliche Gespräch mit Menschen, die über ihre eigenen Erfahrungen in bestimmten politisch-historischen Kontexten berichten, macht das Vergangene oder das, was „weit weg“ ist greifbar. Aktuell können wir Gesprächspartner:innen vermitteln, die an der friedlichen Revolution von 1989 beteiligt waren und Menschen, die 2011 in Syrien für eine Demokratisierung des Landes auf die Straße gegangen sind und aus Deutschland weiter für dieses Ziel kämpfen.

Wir organisieren zudem Demokratie-Chats. In den Online-Austauschgesprächen tauschen sich Schulklassen durch interaktive Online-Tools Peer-to-Peer zu ihren Demokratieverständnissen aus. Aktuell können wir den Austausch mit einer deutschsprachigen Klasse aus Ungarn anbieten.

 

 

ORGANISATORISCHES

  • Zielgruppe: Schüler:innen ab Klasse 9
  • Zeitbedarf: Workshops ca. 6 Zeitstunden, Zeit-Zeug:innengespräch und Demokratiechat ca. 2 Zeitstunden
  • Ort: Stadtraum und Schule, auf Wunsch stellen wir auch einen außerschulischen Lernort zur Verfügung
  • Kosten: Einige Veranstaltungen können wir kostenlos anbieten. Ansonsten kümmern wir uns gerne gemeinsam um eine Finanzierung!

INTERESSE?

Wir freuen uns über Ihre Anfrage

 

Die deutsche Kolonialzeit ist bis heute in mehrfacher Hinsicht relevant – beispielsweise im Bereich globaler wirtschaftlicher Beziehungsgeflechte, beim Thema Flucht und Migration oder wenn es um Rassismus und Identität in Deutschland geht. Die Sichtbarkeit der kolonialen Spuren im Stadtbild ist gerade für junge Menschen ein guter Zugang zur historischen und gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte. Die Spuren zeigen sich unter anderem in Straßenbenennungen oder der Frage, wer durch Statuen im Stadtbild geehrt wird.

Bei dem Stadtspaziergang besuchen wir postkoloniale Lern- und Erinnerungsorte in Köln. In einem anschließenden Workshop wird Grundwissen zum Thema Kolonialgeschichte vermittelt. Die Teilnehmer:innen reflektieren die Auswirkungen der Kolonialzeit und des Rassismus auf die Gegenwart und stellen Bezüge zu ihrer Lebensrealität her. Sie werden angeregt, dominante Erzählweisen zu hinterfragen. Gemeinsam werden Handlungsmöglichkeiten wie diskriminierungssensible Sprache oder Straßenumbenennungen als Prozess der Dekolonisation diskutiert. Der Workshop ist interaktiv und partizipativ gestaltet und greift das Wissen, die Erfahrungen und Fragen der Schüler:innen auf.

Der Stadtspaziergang finde in Köln-Nippes oder in Kalk/Holweide statt. Die anschließende Workshopphase findet in der Schule statt.

Die Workshops werden in Kooperation mit dem Integrationshaus e.V. durchgeführt