Mahnende Erinnerung lebendig halten – Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang

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Datum/Zeit
22.04.2017
Ganztägig

Veranstaltungsort
Vogelsang IP


Mahnende Erinnerung lebendig halten –  Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang
Gedenkstättenfahrt nach Vogelsang und Wollseifen

Nach 60 Jahren militärischer Nutzung ist Vogelsang seit einigen Jahren wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Vogelsang, eine ehemalige NS-Ordensburg, ist ein weltweit einmaliges Baudenkmal und ein ebenso mahnendes wie herausragendes Zeugnis für die Herrschafts- und Propagandaarchitektur im Nationalsozialismus. Vogelsang liegt im Herzen des Nationalparks Eifel und ist doch nicht nur Naturidylle. Vogelsang ist ein wichtiger Erinnerungsort, der an die Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Folgen erinnert. Seminare am historischen Ort leisten so einen Beitrag zur Aufklärung über die Ziele und Wirkungen nationalsozialistischer Erziehung und Beeinflussung. Seit der Öffnung der Burg für die Öffentlichkeit ist die Entwicklung zu einem „Internationalen Platz Vogelsang“ weit vorangeschritten. Vogelsang soll ein Ort der Toleranz, des friedlichen Miteinanders und der Naturbegegnung werden und zu einer kritischen Reflexion über die deutsche Vergangenheit anregen.
Im Rahmen einer Plateauführung unter fachkundiger Leitung erhalten wir zunächst eine Einführung in die historisch-politische Entwicklung und in die Architektur der Ordensburg. Die Rolle Vogelsangs wird dabei auch in einen Kontext gestellt mit der Ideologie und den Erziehungsidealen des Nationalsozialismus. Während der anschließenden Führung durch die Dauerausstellung „Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ informieren wir uns über die Motivationen der jungen Männer, die in Vogelsang zur NS-Herrschaftselite ausgebildet werden sollten, sowie deren späteres Wirken im Zweiten Weltkrieg bzw. Holocaust.
Die anschließende kulturhistorische Wanderung führt uns nach Wollseifen. Vogelsang war nach 1945 das Zentrum eines zunächst britischen, danach belgischen Truppenübungsplatzes. 1946 wurde das Dorf Wollseifen zwangsgeräumt, um weiteren Platz für den Truppenübungsplatz zu schaffen. Wir erörtern die bewegende Geschichte des Dorfes und seiner Bewohner sowie die militärgeschichtlichen Hintergründe.

Abfahrt: 8:00 Uhr ab Köln Hbf mit dem Bus

Rückfahrt: 17:30 Uhr ab Wollseifen

Teilnahmebeitrag: € 25,00 (ohne Verpflegung)

 

 

 

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