Podium_40-Jahrfeier_verkleinert

Eingestellt am6. Oktober 2017 Von inAllgemein, politische_themen, Slider mit 130 Views

Politisches und Prosit zum 40. Geburtstag

Nun, im Oktober, haben wir dann auch den 40. Geburtstag unseres Bildungswerks gefeiert, das schon am 6.6.77 – eine zufällige Schnapszahl, wie unser Vorsitzender Günter Schlatter aufklärte – gegründet wurde. Gemeinsam mit vielen langjährigen Freunden und Partnern ließen wir nicht nur unsere eigene politische Bildungsarbeit Revue passieren, sondern auch das langjährige Engagement vieler Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Neben einem fröhlichen und durchaus stolzen Blick zurück wagten wir aber auch einen kritischen in die Zukunft. So scheint politische Bildung in Zeiten von Fake News und Populismus stärker denn je benötigt zu werden. In einer Podiumsdiskussion erörterten der Politikwissenschaftler Dr. Gero Neugebauer und die Wirtschaftsjournalistin Dr. Ursula Weidenfeld sowie Mike Groschek, Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD, und Partei’neuling‘ Sara Tewelde die Frage, wie die Zukunft politischer Parteien aussieht bzw. wie sie aussehen muss. Und auch unsere Gäste beteiligten sich rege an der von Ute Lange moderierten Diskussion.
Neugebauer wies darauf hin, dass es heutzutage bedeutend mehr unterschiedliche Interessen gibt als in vergangenen Zeiten – so viele, dass nicht einmal mehr die sogenannten Volksparteien ernsthaft behaupten könnten, alle zu vertreten. Er riet deswegen dazu, den Fokus lieber auf einzelne relevante Interessen zu richten, anstatt gezielt bestimmte Personengruppen erreichen zu wollen. Ursula Weidenfeld zitierte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der zum Tag der Deutschen Einheit alle zur Suche nach einem gemeinsamen neuen „Wir“ aufgefordert hatte. Dies müssten auch die Parteien für sich tun, anstatt nur auf Sach- und Fachpolitik zu setzen. Doch es gibt auch Mut zur Hoffnung, darin waren sich alle einig. Solange die etablierten Parteien es schaffen, die Protestwähler der AfD wieder zu erreichen und mit ihren Problemen ernst zu nehmen, kann unser politisches System diese Partei aushalten.
Im Anschluss an die Diskussion nahmen wir uns natürlich noch die Zeit, gemeinsam mit unseren Gästen auf die vergangenen – und bestimmt auch zukünftigen – 40 Jahre des Bildungswerks anzustoßen. Bei ein paar leckeren rheinischen Häppchen klang der gelungene Abend aus.