Eingestellt am14. März 2018 Von inAllgemein, politische_themen, Slider mit 877 Views

„Heimat und Freiheit“ – eine gelungene Veranstaltung mit Nina Hoger und Megaloh

Am vergangenen Sonntag fand in der Bonner Harmonie unsere Veranstaltung „Heimat und Freiheit“ statt. Im Rahmen des dritten Over The Border- Music Diversity Festival organisierte die Willi-Eichler-Akademie gemeinsam mit der UNO-Flüchtlingshilfe einen Nachmittag mit Lesung und Film, der die Themen des Festivals inhaltlich aufbereiten sollte: Wo ist meine Heimat in Zeiten von Flucht, Vertreibung, Migration? Wie frei bin ich, meine Meinung zu sagen, meinen Beruf auszuüben, mich mit Menschen gleicher Gesinnung zu treffen, ja mein Leben so zu führen, wie ich es will?
Zu Beginn der Veranstaltung las Schauspielerin Nina Hoger aus Herta Müllers Roman „Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt“ und aus Melissa Flemings „Doaa – Meine Hoffnung trug mich über das Meer“. Beide Werke behandeln das Thema Heimatverlust und -suche – sowohl länder- als auch kontinenteübergreifend. Im Anschluss las Rapper Megaloh einen in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Brief des inhaftierten türkischen Autors Ahmet Altan sowie Heinrich Heines „Nachtgedanken“.
Der Lesung folgte die Filmvorführung des preisgekrönten französischen Films „Nur wir drei gemeinsam“ von Manouchehr Tabib (Kheiron), der die Geschichte seiner Eltern erzählt: Der Jurastudent Hibat wird im Iran inhaftiert, weil er sich gemeinsam mit seinen Brüdern und Freunden gegen das Regime des Schahs auflehnt. Nach einer langen Isolationshaft wird er freigelassen, lernt die Krankenschwester Fereshteh kennen und heiratet sie. Als diese den gemeinsamen Sohn zur Welt bringt – den späteren Produzenten des Filmes – und die politischen Unruhen im Iran immer bedrohlicher werden, flieht die junge Familie nach Frankreich und versucht, dort eine neue Heimat zu finden.
(Foto: Karolin Kraske)