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Eingestellt am26. Oktober 2017 Von inAllgemein, politische_themen, Slider mit 113 Views

Erinnerungsorte deutsch-französischer Geschichte und die Zukunft Europas

Am vergangenen Wochenende reisten wir für drei Tage mit einer Gruppe politisch-historisch Interessierter nach Straßburg. Es ging um Erinnerungsorte deutsch-französischer Geschichte und die Zukunft Europas, weshalb wir auf dem Hinweg einen ersten Stopp am Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße einlegten. In der „Wiege der deutschen Demokratie“ forderten im Mai 1832 rund 30 000 Menschen bürgerliche Freiheiten sowie ein vereintes Deutschland und auch Europa. An dem Fest nahmen damals nicht nur Deutsche teil, sondern auch Menschen aus den Nachbarländern. Der Wunsch nach Einheit und bürgerlichen Rechten war größer als die Furcht vor den möglichen Konsequenzen dieses aufständischen Verhaltens.
Nachdem der erste Tag einen Blick auf eine Sternstunde deutscher und europäischer Geschichte erlaubt hatte, stellten wir uns an Tag zwei einem ‚Höhepunkt‘ deutscher Menschenverachtung und Brutalität. Im elsässischen Arbeitslager Natzweiler-Struthof versuchten die Teilnehmenden nachzuempfinden, unter welchen Bedingungen die während des Nationalsozialismus verfolgten und deportierten Menschen leben mussten. Obgleich sich alle einig sein waren, dass die dort verbrachte Zeit die Bezeichnung Leben schwerlich verdient.
Nach diesem Blick in die Vergangenheit wandten wir uns am Montag nach einer Stadtführung durch Straßburg dem letzten Programmpunkt zu – der Zukunft Europas. Bei einem Besuch des Europäischen Parlaments in Straßburg wollten wir uns ein Bild davon machen, ob die Interessen der Europäerinnen und Europäer bei ihren Abgeordneten gut aufgehoben sind. Wir ließen uns die Arbeitsweise des Parlaments erklären, fühlten dem Europaabgeordneten Arndt Kohn auf den Zahn und verfolgten schließlich noch einen Teil der Plenarsitzung von der Besuchertribüne aus. Anschließend trat die Gruppe, bepackt mit einer Vielzahl an Eindrücken, den Heimweg an.