Eingestellt am13. April 2018 Von inAllgemein, politische_themen, Slider mit 211 Views

Diskussionen über die Naturzerstörung vor unserer Haustür – Susanne Dohrn zu Gast

In dieser Woche hatten wir die Journalistin und Autorin Susanne Dohrn bei uns in der Region, die bei gleich drei Gelegenheiten ihr neues Buch „Das Ende der Natur“ vorstellte. In Brühl, Köln und Leverkusen erläuterte sie die Zusammenhänge zwischen der intensivierten Landwirtschaft, dem Rückgang vieler Ackerwildkräuter und dem allseits festgestellten Artensterben. In der heutigen Landwirtschaft werden Felder enger und enger bepflanzt, so dass dort kein Platz mehr für sensiblere Wildpflanzen bleibt. Diese fehlen nun als Nahrung für viele Insekten und Amphibien, die sich zudem auf den Feldern nicht mehr wohl fühlen, da das Sonnenlicht kaum noch bis zum Boden durchdringt und ihn erwärmen kann. Von diesen Insekten und Amphibien sind jedoch viele weitere Tiere abhängig, denen sie als Nahrung dienen. Entsprechend zieht sich dieser Artenverlust „wie eine Laufmasche“ durch die Nahrungspyramide, wie Dohrn es beschreibt.
An ihre Präsentation anschließend diskutierten die Teilnehmenden mit Susanne Dohrn ihre individuellen Eindrücke und Erfahrungen. Dabei bewegte alle die Frage, was wir selbst dafür tun können, um diese Entwicklungen aufzuhalten oder gar umzukehren. Dohrn verwies darauf, dass wir immer und immer wieder mit möglichst vielen Gesprächspartnern darüber reden müssen – vor allem mit unseren kommunalpolitischen Vertretern. Genauso sollten wir uns aber auch unseres Einflusses als Konsumenten bewusst sein. Zuletzt merkte Dohrn noch an, dass jede und jeder von uns den eigenen Garten wieder mit ursprünglichem Saatgut bepflanzen kann. So würde sich ein Netzwerk kleiner, Tiere anlockender Inseln ergeben. Diese reichen vielleicht schon aus, um der einen oder anderen Pflanzen- und Tiergattung weiterzuhelfen.